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Mann eines Buches

"Gib mir dieses Buch (die Bibel)! Um jeden Preis gib mir Gottes Buch! – Ich habe es. Hier ist genug Wissen für mich. Ich will der Mann eines Buches sein – homo unius libri."

John Wesley (1703 - 1791)

Mittwoch 07. November 2018 13:34Alter: 197 days
/ Kategorie: Weltweit

Über das sprechen, was alle betrifft

Der Connectional Table, eine Art internationaler Kirchenvorstand der weltweiten Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK), hat einstimmig grünes Licht gegeben für die Vorbereitung einer Behörde, die sich ausschliesslich Anliegen annimmt, welche nur die EMK in den USA betreffen.

Die Mitglieder des Connectional Table feiern gemeinsam das Abendmahl (in der Mitte der Vorsitzende, Bischof Christian Alsted). © UMNS

Wenn alle vier Jahre knapp tausend Delegierte aus aller Welt zur Generalkonferenz reisen, müssen sie über viele Dinge entscheiden, die eigentlich nur die EMK in den USA betreffen – so zum Beispiel über Fragen im Hinblick auf die Gehälter und Rentenversicherung von US-amerikanischen Pfarrerinnen und Pfarrern. Dies liegt daran, dass es zwischen der Ebene der regionalen US-Jurisdiktionalkonferenzen und der Generalkonferenz keine Behörde gibt, die sich solcher für das ganze Land relevanter Anliegen annehmen könnte.

 

Das Thema ist nicht neu – schon seit Jahrzehnten wird über die Schaffung einer organisatorischen Einheit diskutiert, die sich auf ausschliesslich die EMK in den USA betreffende Fragen konzentrieren könnte. 2008 hatten die Generalkonferenz-Delegierten sogar schon einmal Verfassungsänderungen zur Schaffung einheitlicher regionaler Konferenzen rund um den Globus zugestimmt; im für Verfassungsänderungen vorgesehenen weltweiten Ratifizierungsprozess wurde aber die erforderliche Zweidrittel-Mehrheit verfehlt. Auch der Generalkonferenz 2016 lagen Anträge zur Schaffung einer US-amerikanischen Zentralkonferenz oder anderer regionaler Strukturen vor, die schliesslich aber nicht einmal zur Abstimmung vorgelegt wurden.

 

Mit dem neuen Anlauf des 64 Personen umfassenden Connectional Table unter der Leitung von Bischof Christian Alsted (Nordeuropa/Baltikum) soll ermöglicht werden, dass sich die Generalkonferenz wirklich auf Dinge konzentrieren kann, welche für die weltweite Mission der Kirche von Bedeutung sind.

 

Vorgesehen ist ein zweistufiger Prozess. In einem ersten Schritt könnte ein zusätzlicher Ausschuss an der Tagung der Generalkonferenz selber gebildet werden. Die Alternative wäre ein Ständiger Ausschuss, der auch zwischen den Generalkonferenzen arbeiten würde – einen solchen gibt es auch schon für die Arbeit der EMK in den Ländern ausserhalb der USA.

 

Unabhängig davon, welche Ausschuss-Form gewählt werden soll: Die in dieser neuen organisatorischen Einheit gefassten Beschlüsse würden immer noch die Zustimmung der gesamten Generalkonferenz erfordern. Der erste Schritt wäre deshalb nur eine Interimslösung auf dem Weg zu einer US-amerikanischen Zentralkonferenz, die dann Beschlüsse fassen dürfte, die nicht mehr der gesamten Generalkonferenz vorgelegt werden müssten.

 

Es geht dem Connectional Table, dem als Vertreter der EMK in Mittel- und Südeuropa Pfarrer Stefan Zürcher angehört, nicht einfach um die Schaffung neuer Strukturen. Das Ziel ist, dass die Generalkonferenz künftig vermehrt über Anliegen spricht, die von weltweiter Relevanz für die EMK sind.

 

Quelle: United Methodist News Service / Sekretariat des Bischofs Patrick Streiff, Zürich


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